Ein ereignisreicher Abend im Mayerwirtsaal von Pettendorf bot den zahlreichen Zuschauern am Samstag, den 7. Februar 2026, beste Dart-Unterhaltung auf höchstem Niveau. Während die erste Mannschaft des TSV Adlersberg in einem dramatischen Nervenkrimi einen hart erkämpften 9:6-Erfolg gegen die SpVgg Willenhofen Herrnried feierte, musste die zweite Garnitur gegen den DC Pielenhofen eine deutliche 3:12-Niederlage hinnehmen. Trotz der unterschiedlichen Ergebnisse stand der sportliche Charakter und die freundschaftliche Atmosphäre zwischen allen vier beteiligten Teams im Vordergrund.
Erste Mannschaft siegt im Fünf-Satz-Krimi
Die Flying Eagles I lieferten sich mit Willenhofen Herrnried einen echten Thriller, der bis zum letzten Dart spannend blieb. Das knappe Legs-Verhältnis von 33:28 spiegelt eindrucksvoll wider, wie ausgeglichen diese Partie über die gesamte Distanz von 3 Stunden und 26 Minuten war. "Das war Dart-Sport, wie er spannender nicht sein könnte", zeigte sich Abteilungsleiter Michl Bayer nach dem Match begeistert. "Fast jede Partie ging über die volle Distanz von fünf Sätzen – das zerrt an den Nerven, aber genau das macht unseren Sport aus."
Nach den ersten Einzeln stand es ausgeglichen 3:3. Kilian Dinnes setzte sich mit 3:1 gegen Markus Volkmer durch, während Moritz Bäcker und Max Freisleben ihre Matches jeweils im entscheidenden fünften Satz mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Auch Andreas Schmeiduch unterlag nur knapp mit 2:3 gegen Stefan Boehnke.
In den Doppeln zeigten sich unterschiedliche Leistungen. Während Scheuerer/Bäcker gegen das starke Duo Liebl/Ruppert chancenlos blieben, sicherten sich Schmeiduch/Freisleben einen wichtigen 3:0-Erfolg. Das dritte Doppel zwischen Schiller/Dinnes und Volkmer/Fisch entwickelte sich erneut zum Krimi und ging mit 2:3 knapp an die Gäste. Beim Stand von 4:5 war die Partie noch völlig offen.
Die entscheidende Wende brachten die zweiten Einzeldurchgänge. Mit einer beeindruckenden Geschlossenheit gewannen Dinnes (3:0 gegen Eichenseher), Bäcker (3:2 gegen Boehnke), Schmeiduch (3:1 gegen Fisch), Schiller (3:2 gegen Ruppert) und Freisleben (das entscheidende 3:0 gegen Liebl) ihre Matches. "In den entscheidenden Momenten haben unsere Jungs die Nerven behalten und die wichtigen Checkouts getroffen. Das war der Unterschied", analysierte Michl Bayer die Schlussphase. Lediglich Matthias Scheuerer musste sich Markus Volkmer mit 1:3 geschlagen geben.
Besonders für Kilian Dinnes freute sich der Abteilungsleiter: "Kilian hat in den letzten Wochen viel einstecken müssen und bisher nur auf die Mütze bekommen", lobte Michl Bayer seinen Spieler. "Heute hat er genau zur richtigen Zeit seine beste Leistung abgerufen. Zwei Siege, davon einer ohne Legverlust – das war eine Top-Leistung! Das wird ihm auf jeden Fall Auftrieb geben."
Am Ende stand ein verdienter 9:6-Heimsieg zu Buche, der die Flying Eagles in der 2. Bezirksliga Nord weiter nach vorne bringt. "Willenhofen ist eine spielstarke Mannschaft, die uns alles abverlangt hat. Dass fast alle Spiele über fünf Sätze gingen, zeigt die Qualität auf beiden Seiten", lobte Bayer den Gegner.
Zweite Mannschaft scheitert an Checkout-Schwäche
Parallel zur ersten Mannschaft kämpfte das zweite Team des TSV Adlersberg in der 3. Bezirksliga Mitte. Doch gegen einen an diesem Abend überragenden DC Pielenhofen fanden die Flying Eagles II zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Das deutliche Legs-Verhältnis von 13:39 dokumentiert die klaren Kräfteverhältnisse an diesem Abend.
Bereits nach den ersten Einzeln stand es 0:6 aus Sicht der Gastgeber. Tobias Ebner unterlag Peter Obletzhauser mit 2:3, während Korbinian Brunner, Winfried Bäcker, Augustin Bayer, Simon Weiß und Stefan Klügl jeweils mit 0:3 bzw. 1:3 das Nachsehen hatten. Auch die Doppel brachten keine Wende – alle drei gingen klar an die Gäste.
Das große Problem der zweiten Mannschaft war an diesem Abend eine unerklärliche Checkout-Schwäche. "Wir hatten durchaus unsere Chancen, aber wenn du die Doppelfelder nicht triffst, kannst du nicht gewinnen", erklärte Michl Bayer die Niederlage. "Pielenhofen hat heute eine Topleistung abgerufen und ihre Checkouts eiskalt verwandelt. Wir hingegen haben viel zu viele Möglichkeiten liegen lassen – das ist bitter, aber manchmal läuft es einfach nicht."
In den zweiten Einzeln gelang es immerhin Tobias Ebner (3:1 gegen Maximilian Dechant), Johannes Weiß (3:1 gegen Moritz Deml) und Stefan Klügl (3:1 gegen Sergej Seibel), ihre Matches zu gewinnen und so wenigstens für etwas Ergebniskosmetik zu sorgen. Dennoch stand am Ende eine deutliche 3:12-Niederlage, die bereits um 21:58 Uhr besiegelt war.
Sportliche Fairness und familiäre Atmosphäre
Trotz der sportlichen Spannung und unterschiedlichen Ergebnisse herrschte im Mayerwirtsaal durchweg eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre. Die zahlreich erschienenen Zuschauer erlebten fairen Sport auf hohem Niveau und wurden mit spannenden Matches belohnt. Zwischen den Spielen und nach den Partien saßen die Spieler aller vier Mannschaften zusammen, tauschten sich aus und genossen das gesellige Beisammensein.
"Das ist es, was unseren Sport ausmacht", betonte Michl Bayer sichtlich zufrieden. "Wir kämpfen um jeden Punkt, jedes Leg, jeden Dart – aber nach dem letzten Wurf sitzen wir zusammen und genießen den Abend. Die Kameradschaft zwischen den Vereinen ist einfach großartig. Solche Abende mit vier Mannschaften, vollem Haus und toller Stimmung sind das Salz in der Suppe unserer Liga."
Die Zuschauer honorierten die Leistungen beider Teams mit viel Applaus und sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse, die den Mayerwirtsaal in Pettendorf einmal mehr als perfekte Spielstätte für Dartsport auf Bezirksliga-Niveau auszeichnete.
Ausblick auf die kommenden Aufgaben
Bereits in vier Wochen stehen für beide Mannschaften die nächsten wichtigen Partien an. Die erste Mannschaft muss am 7. März auswärts beim DC Regensburg III antreten – eine Aufgabe, die höchste Konzentration erfordert. "Regensburg ist immer ein schwieriger Gegner, besonders auswärts. Aber nach so einem Sieg fahren wir mit breiter Brust dort hin. Wenn wir wieder so geschlossen auftreten und in den entscheidenden Momenten die Checkouts treffen, können wir dort punkten", gibt sich Michl Bayer kämpferisch.
Eine Woche später, am 14. März, empfängt die zweite Mannschaft den SC Endorf im heimischen Mayerwirtsaal. Nach der deutlichen Niederlage gegen Pielenhofen wollen die Flying Eagles II vor eigenem Publikum wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Wir müssen die Checkout-Schwäche in den Griff bekommen und im Training daran arbeiten", fordert Bayer. "Gegen Endorf haben wir die Chance, uns zu rehabilitieren und wichtige Punkte im Kampf um einen der oberen Tabellenplätze zu sammeln."